Fachschule für Heilerziehungspflege

Die Ausbildungsorganisation

Die dreijährige Ausbildung zur / zum "Staatlich anerkannter/n Heilerziehungspfleger/in" gliedert sich in zwei Teile:

  • Der theoretische Teil der Ausbildung findet als zweijähriger Vollzeitunterricht  an unserem Berufskolleg statt.
  • Der praktische Ausbildungsteil schließt sich an den theoretischen Teil der Ausbildung an und besteht aus einem einjährigen Berufspraktikum.

In der Unter- und Oberstufe findet jeweils ein achtwöchiges Praktikum in einer Einrichtung der Behindertenhilfe statt. Geeignete Einrichtungen sind beispielsweise Werkstätten, Wohnheime, Außenwohngruppen oder Tagesstrukturen für Menschen mit Behinderung aller Altersstufen.

Während des Berufspraktikums sind die Studierenden in den Einrichtungen und haben in dieser Zeit insgesamt 160 Stunden Unterricht. Im Praktikum begleiten wir die Studierenden gerne in Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Herten, Gladbeck, Bottrop, Oberhausen, Essen und Wattenscheid. Weitere Praxisorte sind nach individueller Absprache möglich.

Das Ausbildungsziel

Ziel der Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger/in ist eine ganzheitliche und auf die individuellen Bedürfnisse des Menschen mit Behinderung abgestimmte Umsetzung der vollen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Dabei arbeitet der/die Heilerziehungspfleger/-in selbstständig und eigenverantwortlich als pädagogische und pflegerische Fachkraft für Menschen mit Behinderung aller Altersgruppen in den Bereichen der personenzentrierten Beratung, Begleitung, Bildung und Pflege.

Doppelqualifikation der Ausbildung

Nach erfolgreichem Abschluss des berufspraktischen Jahres können Sie neben dem Berufsabschluss des/der staatlich anerkannten Heilerziehungspflegers/-in zusätzlich die Fachhochschulreife erwerben.

Eingangsvoraussetzungen

  • Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) und eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer
  • Abschluss der Höheren Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen
  • Abschluss der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen
  • Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) und eine einschlägige fünfjährige Berufstätigkeit
  • Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder fachfremdes Fachabitur) und ein Praktikum in einer für den Bildungsgang geeigneten Einrichtung (900 Arbeitsstunden, die innerhalb eines Jahres absolviert und in dieser Form bescheinigt werden müssen)
  • Mittlerer Schulabschluss und fachfremde Berufsausbildung und 900 Std. Praktikum wie o.a.
  • Schulischer Teil Fachabitur und 1 Jahr Praktikum wie o.a. (FSJ/BFD)
  • Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses (bei Aufnahme)

Weiterbildungsmöglichkeiten

Mit der abgeschlossenen Ausbildung eröffnen sich Ihnen vielfältige Studienmöglichkeiten in den Bereichen Gesundheit und Pflege. Außerdem werden zahlreiche berufsinterne Fort- und Weiterbildungen zu spezifischen Leitungsfunktionen angeboten.

Stundentafel

Fächer

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Religionslehre

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

  • Theorie und Praxis der Heilerziehung
  • Gesundheit/Pflege
  • Psychiatrie
  • Organisation/Recht/Verwaltung
  • Projektarbeit
  • Heilerziehungspflegerische Praxis in Einrichtungen der Behindertenhilfe
    • Heilerziehnungspflegerischer Schwerpunkt:
      • Kreativ-musischer Bereich
      • Sprachlich – kommunikativer Bereich
      • Gesundheits- bewegungsorientierter Bereich
      • Organisatorisch – technologischer Bereich

Differenzierungsbereich

  • Mathematik

Lernfelder

Der Unterricht orientiert sich an folgenden Lernfeldern:

Lernfeld 1
Die heilerziehungspflegerische Berufsrolle auf Grundlage inklusiver gesellschaftlicher Prozesse und vor dem Hintergrund des Unterstützungsbedarfs des Menschen mit Behinderung entwickeln

Lernfeld 2
Den individuellen Hilfebedarf des Menschen mit Behinderung im Kontext seiner Lebensbezüge ermitteln.

Lernfeld 3
Heilerziehungspflegerische Angebote klientenorientiert planen und umsetzen.

Lernfeld 4
Lebens- und Betreuungskonzepte auf Basis einer inklusiven Perspektive vergleichen und anwenden.

Lernfeld 5
Interdisziplinäre Leistungsangebote erschließen, koordinieren und umsetzen.

Lernfeld 6
Rahmenbedingungen sozialer Dienstleistungsunternehmen erfassen und in das heilerziehungspflegerische Handeln integrieren.

Die Lernfelder 1-3 werden vorrangig in der Unterstufe unterrichtet. In der Oberstufe folgen die Lernfelder 4+5. Lernfeld 6 ist Inhalt des berufspraktischen Jahres.

Informationen zu den Praktika

In der Unter- und Oberstufe findet jeweils ein achtwöchiges Praktikum in einer Einrichtung der Behindertenhilfe statt. Geeignete Einrichtungen sind beispielsweise Werkstätten, Wohnheime, Außenwohngruppen oder Tagesstrukturen für Menschen mit Behinderung aller Altersstufen.

Generell sind Studierende nicht an einen festen Träger oder eine Einrichtung gebunden und können sich bei der Wahl Ihres Praxisortes frei entscheiden.

Folgende Träger/Einrichtungen sind Kooperationspartner unserer Schule und nehmen bevorzugt Studierende des Berufskollegs Königstraße auf:

Träger / EinrichtungAdresse
Caritasverband Gladbeck e.V.
Caritas Werkstätten Gladbeck
Mühlenstr. 1-3
45964 Gladbeck
Heimstatt Engelbert
Haus St. Martin
Vorrathstraße 18
45139 Essen
Lebenshilfe NRW
Haus Haarzopf
Humboldstraße 165
45149 Essen
Lebenshilfe Wohnverbund NRW gGmbH
Haus Lebenshilfe Gelsenkirchen
Chattenstraße 20a
45888 Gelsenkirchen
SeLe
Selbstbestimmte Lebensräume gGmbH
Hans Reitz Haus &
Hermann Schneider Haus
An der Sandbahn 10
46242 Bottrop
Sozialwerk St. Georg e.V.
Unternehmensbereich Ruhrgebiet
Tagesstättenverbund
Hochkampstraße 70
45881 Gelsenkirchen
Sozialwerk St. Georg
Werkstätten gGmbH
Emscher Werkstatt
Emscherstraße 41
45891 Gelsenkirchen
Sozialwerk St. Georg e.V.
Wohnverbund Zugvögel & Alternative
Feldhauser Straße 206
45896 Gelsenkirchen

Fortbildungen im Rahmen der Ausbildung

Im Rahmen des berufspraktischen Jahres bieten wir den Studierenden folgende durch qualifizierte Dozenten durchgeführte Fortbildungen an:

  • Grundlagen der Gebärdensprache
  • Umgang mit selbst- und fremdverletzenden Verhaltensweisen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung
  • Medikamentenkunde
  • Wahrnehmung und Beobachtung im Raum (Consoltheater Gelsenkirchen)
  • Sexualität und Mensch mit Behinderung
  • Basale Stimulation in der praktischen Arbeit im berufspraktischen Jahr
  • Herausfordernde Verhaltensweisen

Aktivitäten

Regelmäßige Veranstaltungen

Jeweils im Herbst jeden Jahres besuchen die Unterstufen die Rehacare Messen für und von Menschen mit Behinderung in Düsseldorf.

HEP und SOZ auf der RehaCare

Am 27.09.2018 besuchen die Klassen der Fachschule für Heilerziehungspflege die Fachmesse für Rehabilitation und Pflege in Düsseldorf, die dieses Jahr vom 26.09. bis zum 29.09. stattfand. Diesmal war die Unterstufe der HEPs unterwegs, erstmals begleitet von der SOZ-O (mehr)