Projektreihe im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Im Rahmen einer Projektreihe in der Zeit vom 30.01.2019 bis zum 13.02.2019 gestalteten Schülerinnen und Schüler der ST-U (Steuerfachangestellte Unterstufe) Präsentationen zu verschiedenen Aspekten der nachhaltigen Entwicklung, die nicht nur informierten, sondern auch zu Diskussionen im Klassenverband anregten.

Unter dem Titel „Agenda 2030: 17 Ziele für unsere Welt“ informierte zunächst eine Gruppe über die Inhalte der 2015 von den Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030. Ziel der Agenda 2030 ist es, die weltweite Entwicklung ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltig zu gestalten.

Die Gruppe  „Fairer Handel : Ist er wirklich fair?“  informierte über die Geschichte des Fairen Handels, die bis in die 1940er Jahre zurückreicht, Fair Trade Standards, Organisation und Struktur des Fair Trade Systems, Zahlen und Fakten weltweit und Produkte. Der höchste Anteil einzelner Produkte am Fairen Handel in Deutschland entfällt mit 34,3 auf Kaffee, gefolgt von sonstigen Lebensmitteln wie Tee, Kakao, Reis und Gewürze (14,7%), Südfrüchten (10,8%), Textilien (9,0%) und Blumen (8,3%). Laut einer Verbraucherbefragung 2018 kauften mehr als zwei Drittel der Befragten (69%) fair gehandelte Produkte. Bereits 2014 überstieg der Umsatz mit fair gehandelten Produkten erstmals die Marke von einer Milliarde Euro, 2017 waren es schon 1,5 Milliarden Euro.

„Siegel über Siegel – Verbraucherinformation oder –täuschung?“ nannte eine weitere Gruppe ihre Ergebnisse der Recherche zu den Siegeln, die uns als Verbraucher in den Supermarktregalen oder auch im heimischen Umfeld begegnen. Anhand eines Quiz, das die Siegelkenntnis ihrer Mitschüler testete, erläuterten die Schülerinnen und Schüler unter anderem, dass das bekannte Bio-Siegel mittlerweile durch das EU-Bio-Logo abgelöst wurde. Auch das Fairtrade-Siegel, das FSC-Label, das GS-Zeichen sowie die CE-Kennzeichnung wurden thematisiert.

Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit dem Einfluss der Jeansproduktion „(Zündstoff-Thema: Jeans“)  auf den Menschen und die Umwelt. Hier wurde schnell klar, dass das Tragen einer Jeans eine extrem negative Umweltbilanz zur Folge hat. Unsere Jeans, die überwiegend in China, Indien, Pakistan und Kambodscha hergestellt werden, legen mehr als 50000km zurück, bevor sie in Deutschland verkauft werden. Dies bedeutet durch lange Transportwege einen hohen CO2-Verbrauch sowie auf den Plantagen einen hohen Wasserverbrauch.  Zudem gelangen Chemikalien ins Grundwasser, die eine Gefährdung für Mensch und Tier bedeuten.

Ein anderer Schwerpunkt lag auf der Frage „Sterben die Bienen, stirbt der Mensch – eine verifizierbare These?“. So beschäftigte sich diese Gruppe mit den Folgen des Aussterbens der Bienen. Ein Bienensterben bedeutet für unser Ökosystem einen Nahrungsmangel für Wildtiere sowie eine Gefährdung der Artenvielfalt.  Ökonomisch gesehen bedeutet ein Bienensterben einen Rückgang der Ernten, was eine enorme Auswirkung auf die Ernährung des Menschen nach sich zieht.

Die Schülerinnen und Schüler, die sich mit den Aspekten „Plastik-Planet: Ist die Welt noch zu retten?“ sowie „Der ökologische Fußabdruck auf dem Prüfstand“ beschäftigten, entschieden sich dafür, ihre Botschaft durch Exponate auszudrücken. So zeigt eine durchsichtige Box einen Schuh, der umringt ist von Erde. Aus dem Schuh, der die Rücksichtslosigkeit der Menschen im Umgang mit der Natur repräsentiert, ragt eine kleine Pflanze. Sie symbolisiert, dass wir Menschen uns permanent unseres „ökologischen Fußabdruckes“ bewusst sein sollten.  Unser Umweltbewusstsein (hier dargestellt durch den Schuh, der die Natur zerstört) muss stetig hinterfragt werden.

Ein weiteres Exponat zeigt einen Berg aus Plastikbechern in roter Farbe. Aus einem einzigen Becher ragt eine Pflanze hervor. Die Idee zu dem Exponat ist das Verhältnis zwischen Plastikmüll und der Natur darzustellen. Die Botschaft des Exponats: das Ungleichgewicht zwischen Müll und Natur ist kaum zu ertragen.