„KAoA“ - Spannende Berufsfelderkundung in Bochum

Schülerinnen und Schüler der IFÖ-Klassen dürfen Vieles ausprobieren

In der Zeit vom 27.2. bis 8.3.2019 fand das Projekt "KAoA - Kein Abschluss ohne Anschluss" mit der praktischen Berufsfelderkundung in Bochum sein Finale.
In Nordrhein-Westfalen ist die Förderung von Integration und Teilhabe ein wichtiges Anliegen – das gilt auch für geflüchtete und neu zugewanderte Menschen, die in NRW ankommen und eine gute Bleibeperspektive haben.

Entscheidend ist, dass die Integration in Arbeit und Ausbildung gelingt, auch durch einen möglichst frühen Zugang zum Arbeitsmarkt. Bei der für Gelsenkirchen verantwortlichen Stelle "Kommunale Koordinierung - Übergang Schule-Beruf" hat die für das BKKOE zuständige Frau Schäfer den Maßnahmeträger INAB (inab - Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des bfw mbH) damit beauftragt. Nach einer Potenzialanalyse am Berufskolleg Königstraße hat dieser Maßnahmeträger unsere Schüler dann  zur Berufsfelderkundung und Praxiskursbesichtigung für einige Tage in ihre vielseitigen Räumlichkeiten in Bochum eingeladen.

Am Berufskolleg Königstraße leisten wir einen wichtigen Beitrag für die richtige Berufswahl unserer Schülerinnen und Schüler, indem eine Orientierung in den internationalen Förderklassen gegeben wird. Hierbei wird auf verschiedene Begabungen und Talente geachtet und verschiedene Testverfahren angewendet, die die Potenziale der Schülerinnen und Schüler ermitteln sollen: Kann ich gut rechnen, habe ich soziale Kompetenzen, kann ich räumlich denken, habe ich eine ausgeprägte Feinmotorik, bin ich mathematisch versiert etc.? Welche Berufe kommen also für mich in Frage?

Denn nach der Potenzialanalyse im Januar und deren Auswertung Anfang Februar folgten einige theoretische Informationstage über verschiedene Berufe. Viele interessierten sich für Gesundheit und Pflege, aber auch der Bereich Handel und Verkauf oder das Handwerk mit Holz oder Metall waren von großem Interesse.

In der letzten Phase wurde es dann praktisch: Die Schülerinnen und Schüler wurden für das Berufsfeld "Farbe" mit Sicherheitsschuhen und Kittel ausgestattet und konnten sich direkt am Farbenmischen ausprobieren. Dazu gehörte zunächst auch die Erstellung eines Farbkreises.

In der Gruppe "Metall" konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Talent an der Metallfeile unter Beweis stellen: Es galt, einen Würfel zu erstellen, dessen Kanten anschließend abgeschrägt wurden und der auch Augen bekommen sollte.

Die Praxisgruppe „Elektro“ hat einen kleinen Strommast aus Draht nachgebaut und mit einer Leuchtdiode ausgestattet. Richtig installiert funktionierten die Masten und leuchteten in grünem und rotem Licht.

Die Gruppe "Gesundheit" konnte sich detaillierter mit den unterschiedlichsten Berufen, Aufgaben und Verantwortungsbereichen im Gesundheitswesen beschäftigen .Einige praktische Übungen, wie z.B. das Umbetten von Patienten und der Transfer vom Bett in einen Stuhl wurden ebenfalls geübt.

Beim Handel mussten die Schülerinnen und Schüler Inventur in einem Lager machen und auch direkt Ware kommissionieren.

Für viele waren das interessante und aufschlussreiche, aber auch anstrengende Tage, da sie zum einen auch wie viele andere Regelschüler keine praktischen Erfahrungen haben und zum anderen weil auch der Spracherwerb intensiv war. Man darf nicht vergessen, dass Deutsch nicht die Muttersprache ist und einige Schülerinnen und Schüler erst wenige Monate bei uns sind. Dennoch wurden wertvolle Einblicke in verschiedene Berufe und deren typische Tätigkeiten gewährt.